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Hans Lebrecht Schule | Ulm

Architektenwettbewerb | 2012

Städtebau | Architektur
Das Baufenster des Neubaus liegt im Zentrum der benachbarten Gebäude Nr. 11, 22 und 23. Alle umliegenden Gebäude folgen dem jeweiligen Straßenverlauf und zeigen mit ihren Gebäudekanten bzw. Schmalseiten in das Zentrum des Baufensters. Für den Neubau wurde eine kompakte, weiche, freie Form gewählt. Diese setzt sich von den spitzzulaufenden Kanten ab, verbindet die drei umliegenden Gebäude zu einer Einheit und wird so ihrer Position im Zentrum gerecht. Durch die Positionierung und Ausgestaltung des Baukörpers ergeben sich neue, sich zu den Straßen und Grünflächen öffnende, städtebauliche Räume, welche trichterförmig in das Zentrum weisen. Durch die kompakte Form wird der Entwurf seiner Funktion als Passivhaus gerecht. Der Neubau zeichnet sich im Norden als 2-geschossiges Gebäude ab und folgt dem Geländeverlauf, so dass er sich im Süden als 3-geschossiges Gebäude präsentiert.
Der sich sanft in den Baukörper schneidende Haupteingang befindet sich auf der Nordseite.
In der Erdgeschossebene befindet sich der erste Schülerbereich. Im nördlichen Teil sind die Nebenräume und das Treppenhaus angesiedelt, im südlichen und östlichen Bereich liegen die Klassen- und Gruppenräume. Erschlossen werden die einzelnen Räume über einen zentralen Flur. Zusätzlich haben die Zimmer eine interne Verbindung. Im 1.Obergeschoss befindet sich der zweite Schülerbereich. Dieser ist wie das Erdgeschoss aufgebaut. Im Untergeschoss sind auf der Süd- und Ostseite der Mehrzweckraum, die Verwaltung und das Lehrerzimmer geplant. Im rückwärtigen Teil sind der Technikraum und die Nebenräume angesiedelt. Dort befindet sich ebenfalls der Ausgang zu den Pausen- und Freiflächen. Durch die außenliegende Fluchttreppe am Ende der Flure, konnte die Kubatur des Gebäudes verringert werden, wodurch sich das A/V-Verhältnis verbessert. 

Als Fassadenmaterial wurde eine grau-gelbliche, kerngedämmte Klinkerkonstruktion gewählt. Diese hat nicht nur sehr gute energetische Eigenschaften, sondern unterstützt auch die klare Sprache der Gebäude. Der kompakte Baukörper präsentiert sich nach Norden sehr geschlossen und öffnet sich nach Süden hin mit großen Öffnungen. Dadurch erhöhen sich die solaren Gewinne und Verluste werden minimiert. Durch die sich einschneidenden Leibungen und das damit verbundene Schattenspiel wird zusätzliche Spannung in der Fassade erzeugt. Alle Öffnungen auf der Süd- und Ostseite erhalten einen außenliegenden Sonnenschutz. 

Freianlagen
Die Haupterschließung des Areals erfolgt über den Krankenhausweg. Im Norden öffnet der Neubau einen Eingangsplatz, der durch Stufen und Sitzstufen zoniert und charakterisiert wird. Dort liegt auch der Hauptzugang der neuen Schule. Im Süden befindet sich der private Außenbereich der Schule. Dieser schiebt sich in die Grünzone und wird durch Sitzbänke gefasst. Über die zwei Plätze im Norden und Süden erfolgt die Anbindung der umliegenden Gebäude. Verbunden werden die Außenbereiche über Treppen im Osten und Westen.