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Gewerbliche Schulen Am Kuhberg | Ulm

Offener Realisierungswettbewerb | Anerkennung  | 2010

Städtebau | Architektur | Freianlagen 
Das Schulzentrum am Kuhberg - Robert Bosch-Schule, Ferdinand von Steinbeis-Schule und Anna Essinger-Gymnasium befinden sich auf einem Areal, das durch sehr große Höhenunterschiede definiert wird. Die drei Schulen sind auf verschiedenen Hangebenen platziert und zudem durch den starken Busch- und Baumbestand so eingewachsen, dass eine Orientierung auf dem Grundstück kaum noch möglich ist. Eine neue Orientierbarkeit und Ordnung auf dem gesamten Schulcampus herzustellen ist Hauptaufgabe des Entwurfs.
Die Robert-Bosch-Schule gibt künftig die Hauptrichtung einer neuen Struktur vor. Der Neubau ist ebenfalls in Nord-Süd Richtung ausgerichtet und kann durch einen zweiten und dritten Bauabschnitt ergänzt werden. Der Gebäudebestand ergänzt die entstehenden Räume zwischen den neuen Hauptachsen. Dadurch ergibt sich eine neue Gesamtstruktur.
Die Orientierbarkeit auf dem Grundstück wird durch gezielte Gestaltungsmaßnahmen im Baum- und Buschbestand hergestellt. Der Blick in den Mittelpunkt des Schulzentrums, mit der neuen Mensa, soll von allen Gebäuden wieder möglich sein, sowie der nach Norden über die Stadt und die freie Landschaft. Die geschickte Anordnung der Neubauten schafft spannende und abwechslungsreiche Aufweitungen und Verdichtungen für den Freiraum und zeigt die wichtigen räumlichen Vernetzungen für Plätze und Freibereiche auf. Das Schulgelände erhält mit den Elementen –Campus | Mensaplatz | Landschaftstreppe - eine räumliche Struktur und eigene Identität.
Kernelement des Konzeptes ist ein breiter Freiraumkorridor - eine zentrale Campusachse - der sich in Nord-Süd Richtung spannt und die Schulen im Süden mit der neuen Straßenbahnhaltestelle verbindet. Er schafft einen attraktives Entree zu den Schulen und einen wichtigen Übergang zu den Sportanlagen im Norden. Durch einen neuen einheitlichen Bodenbelag, einer feinen Lineatur aus schmalen, farblich changierenden Betonsteinplatten in drei unterschiedlichen Formaten, erhält diese zentrale Hauptachse eine lebhafte und klar erkennbare Identität. Die Pflanzordnung verdeutlicht die Gliederung zwischen - Gebautem | freier Landschaft | Grünverbindung. In Reihen angeordnet markieren hochstämmige Straßenbäume die Parkierungsflächen und den Straßenraum. Der hohe Kronenansatz des Platanencareè auf dem Campus und den Schulhöfen markiert die Pausenbereiche und Eingänge.

Das Schulgebäude ist als 4-geschossiger Zweispänner mit einer Mittelzone geplant und ist problemlos in Passivhausbauweise zu erstellen. Das Mensagebäude ist vom Schulgebäude bewusst abgesetzt, wodurch sich ein geschützter kleiner Schulhof ergibt. Die Mensa erstreckt sich über zwei Geschosse, die vorgelagerte Terrasse auf der unteren Ebene geht in die Landschaftstreppe über und verbindet diese mit den übrigen Bestandsbauten. Das Mensagebäude wird ebenfalls in einer kompakten Gebäudeform